Berufsfeuerwehrtag 2015

Am vergangenen Wochenende Freitag 08.05 auf Samstag 09.05.2015, jeweils von 18:00 bis 18:00 Uhr veranstaltete die Jugendfeuerwehr Ihren Berufsfeuerwehrtag. Es begann mit der Begrüßung des Wehrführers Fritz Diederich, des Jugendfeuerwehrwartes Patrick Cieszynski und des stellv. Jugendfeuerwehrwartes Lucas Sattler. Nach der Begrüßung wurden die Jugendlichen auf die Löschgruppenfahrzeuge LF 20 und LF 10  aufgeteilt. Noch während der Besetzung der Fahrzeuge kam auch schon der erste Einsatz. Gemeldet wurde Kraftstoffaustritt in der Fritz-Klatte-Straße und es rückten beide Fahrzeuge aus. Noch auf der Anfahrt zum Einsatzort wurde von der Leitstelle mitgeteilt, dass es sich um eine Straße in Kelsterbach handeln würde.

Zurück auf der Wache, zündelte die Besatzung des LF 20 selbst, allerdings nur am Grill für das Abendessen des gesamten Wachpersonals. Nach einer Stärkung des Personals und der Reinigung von Grill und Geschirr hatte das Wachpersonal Zeit zu entspannen bevor der Ausbildungsdienst los ging. Unterrichtet wurde das Durchsuchen von Räumen, erst theoretisch, im Anschluss daran praktisch in der Fahrzeughalle, in der ein Parcours aufgebaut wurde.

Der nächste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Um 22:26 Uhr alarmierte es für die Besatzung des LF 10. Gemeldet wurden mehrere brennende Mülltonnen am Griesheimer Bunker. Schnell sprangen die Einsatzkräfte in Ihre  Uniformen, setzten sich fix aufs Fahrzeug und rückten eilig zum gemeldeten Einsatzort aus. Durch die gute Ausbildung noch vor dem Berufsfeuerwehrtag konnten die Mülltonnen schnell gelöscht werden dabei sitze jeder Handgriff. Nachdem alles wieder eingerollt und das Fahrzeug beladen wurde ging es zurück auf die Wache.

Schon um 23:58 Uhr alarmierte es für den Löschzug Griesheim (LF 20 und LF 10) zum Rebstock Park. Gemeldet wurde eine vermisste Person, die anscheinend alkoholisiert war. Die Einsatzkräfte wussten: jetzt ist höchste Eile geboten. Am Rebstock Park eingetroffen  begann die Suche von der Schmidtstraße aus in Richtung Weiher – ohne Erfolg. Nach weiterer Absprache mit der Leitstelle wurde die Suche am Uferbereich des Weihers ausgeweitet – leider auch ohne Ergebnis. Deshalb wurde die Suche in Richtung Am Römerhof/Max Preuss Straße verlegt. Nach circa 1,5 Stunden fanden die Einsatzkräfte die vermisste Person im Gebüsch eines Waldstücks Nähe Max Preuss Straße und konnten sie einem Rettungswagen übergeben. Somit war auch der erste große Einsatz erfolgreich beendet.

Zurück im Gerätehaus wurden die Fahrzeuge ausgekehrt, bevor die Einsatzkräfte sich ausruhen konnten. Doch die Ruhe hielt nicht lange an, denn um 02:28 Uhr alarmierte es für die Besatzung des LF 20. Gemeldet wurde eine Person in Notlage, welche in einem Keller eingeschlossen war. Gewaltsam wurde die Tür zum Keller geöffnet, die Person aus dem Keller gebracht und erstversorgt.
Nach diesem Übungseinsatz musste es ganz schnell gehen, da die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Griesheim zu einem Realeinsatz alarmiert wurde. Doch dies war für die jungen Einsatzkräfte auch kein Problem, sodass die Einsatzabteilung schon nach 6 Minuten am Einsatzort war. Auch während des Realeinsatzes wurden die Jugendlichen betreut.

Als der Realeinsatz beendet war, konnten sich die Einsatzkräfte das erste Mal während der 24-Stunden Schicht längere Zeit ausruhen. Gegen 08:00 Uhr bereitete die Besatzung des LF 10 das Frühstück vor. Doch wie es nun mal so ist wartet kein Einsatz bis die Einsatzkräfte fertig gegessen haben. So war es dann auch, um 08:39 Uhr wurde die Besatzung des LF 10 zu einem Verkehrsunfall in den Einbaumweg gerufen. Dieser entpuppte sich allerdings als Fehlalarm.

Um 08:43 Uhr wurde die Besatzung des LF 20 zu einer Rauchentwicklung aus einem Wohngebäude gerufen, doch auch dies war ein böswilliger Alarm.

Zurück auf der Wache kehrte schnell wieder Ruhe ein, die nicht lange anhielt, denn schon  um 09:50 Uhr wurde die Besatzung des LF 20 zu einem Verkehrsunfall in die Fritz-Klatte-Straße gerufen. Am Einsatzort eingetroffen, mussten verschiedene Probleme gleichzeitig gelöst werden. Zum einen musste eine Person aus ihrem Fahrzeug befreit, sowie eine andere unter dem Fahrzeug hervorgeholt werden befreit, zum anderen musste eine brennende Mülltonne, die sich durch den auslaufenden Kraftstoff entzündet hatte, gelöscht werden.

Die Besatzung des LF 10 wurde um 10:34 Uhr zu einem Feuer in der Georg-August-Zinn- Schule mit ‚Menschenleben in Gefahr‘ alarmiert. Noch auf der Rückfahrt wurde das LF 20 dazu alarmiert. Als das erste Fahrzeug eintraf stellte der Einheitsführer fest, dass es nicht nur in der Schule brennt, sondern auch Mülltonnen im  Außenbereich brennt. Das war im ersten Moment allerdings nebensächlich, da Menschenleben vor Materialschäden gehen. Ein Trupp ging in das erste Obergeschoss vor, um dort nach Personen zu suchen. Währenddessen traf auch das zweite Fahrzeug ein. Dies kümmerte sich sofort um die Mülltonnen. Dann gingen die Rettungskräfte auch in das Gebäude vor, um eine Brandbekämpfung durchzuführen. Die vermisste Person konnte rechtzeitig gerettet werden. Zum Schluss wurden über das Treppenhaus Belüftungsmaßnahmen durchgeführt, um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken. Abschließend wurde der Brandort nochmals gründlich auf Verletzte überprüft.

Gegen 13:00 Uhr war dann endlich Zeit für das Mittagessen. Es schien endlich Ruhe eingekehrt zu sein, denn mehrere Stunden lang ging keine Alarmierung ein. So konnten die Besatzungen beider Fahrzeuge Karten spielen, ausruhen oder im hauseigenen Fitnessbereich trainieren.

Um 15:51 Uhr ging die letzte Alarmierung für diese 24-Stunden Schicht ein. Gemeldet wurde eine eingeklemmte Person unter einem Gerüst auf einer Baustelle. Das LF 10 rückte aus. Schon auf der Anfahrt konnte man mehrere Rauchschwaden am Einsatzort sehen. Aus diesem Grunde wurde das LF 20 nachalarmiert. Durch einen Brandstifter wurden mehrere Holzstapel angezündet. Diese Brandherde konnten jedoch schnell durch die Einsatzkräfte gelöscht werden. Die verletzte Person wurde befreit und im Anschluss an einen Rettungswagen übergeben.

Zurück auf der Wache wurde das Feuerwehrhaus komplett gereinigt und die Fahrzeuge wieder für den Ernstfall vorbereitet.
Den Jugendlichen hat der Berufsfeuerwehrtag sehr viel Spaß gemacht und sie haben ihre Aufgaben sehr gut gemeistert.

Unser Dank gilt all denen, die uns bei der Vorbereitung unterstützt haben. Insbesondere an die FF-Ginnheim für die Leihgabe des LF 8, der FF-Nied für die Nebelmaschine, der BLW-3 und der BW-30 für die Dummys sowie Florian Vogt für die Programmierung der Alarmierungssoftware!

Geschrieben von Patrick Cieszynski

Weitere Bilder findet ihr hier unter >>BILDER<<