24 Stunden Übung 2016 der Jugendfeuerwehr Griesheim

Vom 10.06.  auf den 11.06.2016 fand die 24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr Griesheim statt.

In zahlreichen Übungs-Einsätzen musste die Jugendfeuerwehr ihre Fähigkeiten und ihr Können unter Beweis stellen. Ziel war es, den Alltag einer Berufsfeuerwehr zu simulieren und den Jugendlichen zu zeigen wie anstrengend solch eine 24 Stunden Schicht werden kann.

Zunächst wurden alle rechtherzlich begrüßt und in die entsprechenden Trupps und Fahrzeuge eingeteilt.

Anschließend wurden die Fahrzeuge von den jeweiligen Besatzungen übernommen. Dies bedeutet, dass jedes Gerät auf seine Funktion geprüft wird, geschaut wird ob alles an seinem Platz ist und nichts fehlt.

Viel Zeit verging nicht und ein Fahrzeug wurde zu einem ausgelösten Rauchmelder alarmiert. Es wurde festgestellt, dass es sich nur um Wasserdampf handelte. So konnte schnell wieder Abgerückt werden.

Kurz darauf stand noch etwas Außerdienstliches an. Kameraden der Einsatzabteilung hatten am Morgen geheiratet und am Abend eine kleine Party im privaten Garten veranstaltet. Die Jugendlichen haben es sich nicht nehmen lassen persönlich ihre Glückwünsche zu überbringen.

Zurück im Gerätehaus war der Grill schon an und es konnte gegessen werden.

Gegen 22:30 Uhr alarmierte es erneut. Gemeldet waren mehrere brennende Mülltonnen am Griesheimer Bunker, welche schnell und gezielt gelöscht wurden.

Zurück auf der Wache verblieb nicht viel Zeit, denn der nächste Einsatz folgte schon. Zwei vermisste Personen auf dem Rebstock Gelände wurden gemeldet. Einige Minuten verstrichen, aber letztendlich fanden die Jugendlichen die zwei verstecken 70 Kilo Puppen und übergaben sie dem „Rettungsdienst“.

Nach diesem anstrengenden Einsatz war erst mal Nachtruhe angesagt, die sich die Jugendlichen auch verdient haben.

Früh morgens ging es dann aber weiter, der nächste Einsatz wartete schon auf sie. Diesmal handelte es sich um eine eingesperrte Person, die im Keller festsaß und nicht mehr rauskam. Die Jugendlichen mussten mit Hilfe eines Bolzenschneiders ein Vorhängeschloss öffnen um die Person aus dem Keller befreien zu können.

Dann war erst mal wieder Erholung angesagt. Diese wurde aber unterbrochen. Gemeldet war die Auslösung einer automatischen Brandmeldeanlage. Die Liegenschaft wurde kontrolliert, danach konnte wieder abgerückt werden. Anschließend bereiteten alle gemeinsam das Frühstück vor.

Es konnte gerade so fertig gegessen werden, da ertönte der Alarm. Brand in einer Schule, Personen in Gefahr.

Bei der Ankunft wurde von den Einheitsführern festgestellt, dass der komplette Trakt der 8. Klassen Verraucht war. Eine anwesende Lehrerin berichtete, dass sich wohl noch drei Personen im Gebäude befinden, die genau in diesem Bereich Reparaturarbeiten durchführten.

Sofort bereiteten sich mehrere Trupps zum Innenangriff vor, um die drei Personen im verrauchten Bereich schnellstmöglich zu finden. Bereits nach drei Minuten konnte der Angriffstrupp melden, eine Person gefunden zu haben. Nur wenige Minuten später konnten zwei weitere Trupps die beiden noch Vermissten finden und aus dem Gebäude bringen.

Nach dem Motte „ohne Mampf kein Kampf“ bereiteten alle gemeinsam das Mittagessen vor. Während die Nudeln kochten konnten sich die Jugendlichen ein wenig ausruhen.

Gegen 16:00 Uhr alarmierte es dann ein letztes mal. Diesmal wurde eine eingeklemmte Person unter einem Gerüst gemeldet. Diese galt es zu befreien. Nach nicht einmal 30 Minuten konnte der Einsatz auch wieder beendet werden. Die eingeklemmte Person wurde erfolgreich befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

Dies war zwar der letzte Einsatz, aber eine Aufgabe blieb den Jugendlichen noch. Das Aufräumen. Alle packten mit an ob Jugendfeuerwehr oder Betreuer, zusammen wurde das Feuerwehrhaus wieder auf Vordermann gebracht.

Pünktlich um 18:00 Uhr war dann Feierabend, alle waren wohlig erschöpft und hatten sich den Feierabend redlich verdient.

Auf diesem Wege bedanken wir uns bei allen, die uns bei der Vorbereitung sowie Durchführung dieser Übung unterstützt haben

Feuerwehrdienstvorschrift 3

Am 13.04.2016 fand der erste praktische Dienst dieses Jahres für unsere Jugendfeuerwehr statt. Die theoretisch gelernte Feuerwehrdienstvorschrift 3 sollte nun in die Praxis umgesetzt werden.

Die Feuerwehrdienstvorschrift 3 beschreibt die Einheiten, die Sitz- und Antreteordnung auf dem Fahrzeug, Fahrzeugaufstellung sowie die Einsatzabläufe bei einem Lösch- oder Hilfeleistungseinsatz.

Die Jugendlichen wurden in 2 Gruppen aufgeteilt: die weniger erfahreneren Mitglieder übten erst die Grundlagen: Wo findet man einen Hydranten? Welches Zeichen deutet einen Hydranten an und was bedeuten die Zahlen? Wie stellt man das Standrohr auf, damit man den Wassertank des Fahrzeuges auffüllen kann oder damit der löschende Trupp genug Wasser zur Verfügung hat.

Die erfahreneren Mitglieder wurden in Angriffstrupp, Wassertrupp, Schlauchtrupp und einem Melder unterteilt. Anschließend mussten sie auf dem Fahrzeug aufsitzen – Die Sitzplätze im Fahrzeug sind den Trupps zugeteilt.

Nachdem die erfahreneren Jugendlichen das Absitzen auf Zeit beherrschten, mussten diese zunächst einen Löschangriff aufbauen, dabei sollte der Verteiler eine B-Länge vom Fahrzeug entfernt aufgestellt werden. Die Buchstaben zeigen dem Feuerwehrmann, welchen Durchmesser und Länge die Schläuche besitzen.  Anschließend erschwerte der Gruppenführer die Aufgabe und forderte von den Jugendlichen den Verteiler zwei B-Längen vom Fahrzeug entfernt aufzustellen. Diese Aufgabe sollte die Arbeit für die Jugendlichen ein wenig erschweren, da sich geringfügig die Aufgaben der einzelnen Trupps ändern.
Den meisten Spaß hatten die Jugendlichen bei der Wasserabgabe, denn Sie mussten einen angenommenen Brand eines Baumes löschen.

Alle haben den ersten Dienst mit Bravour gemeistert und freuen sich auf die nächsten Dienste.

 

-ML / JB-

Mein Eindruck von der Zeit in der Jugendfeuerwehr

Mein Name ist Sarah Staud, ich bin 17 Jahre alt und mittlerweile schon seit 5 Jahren in der Jugendfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Griesheim, durch das Projekt „Feuerwehr als Schulunterricht“ aktiv.
Ich war bei dem ersten Jahrgang dabei, dieser die Testphase des Projektes „Jugendfeuerwehr als Schulunterricht“ in der 7 Klasse durchlief.
An einem Schultag gingen alle Schüler/-innen meines Jahrganges in die Aula und wir hörten uns von zwei Mitgliedern der Feuerwehr einen kleinen Vortrag an. Patrick, das war einer von ihnen, erzählte uns etwas über die Jugendfeuerwehr, was sie so macht und was sie mit uns vorhaben. Ich habe mir mit einigen Mitschülern überlegt, dass wir das mal ausprobieren sollten und dies haben wir dann auch getan.
Es war alles sehr neu für uns, da wir kaum eine genaue Vorstellung von der Jugendfeuerwehr hatten. Wir kamen in die Feuerwehr und lauter neue Gesichter, die uns alle herzlich begrüßt haben, entgegen. Letztendlich waren wir insgesamt 7 Schüler, die dieses Projekt starteten. Die Jugendfeuerwehr hatte, bevor wir gekommen sind, wenige Mitglieder, aber durch dieses Projekt sollte sich dies ändern.

Zwischen unserer Schule, der Georg-August-Zinn-Schule, gab es immer eine gute Zusammenarbeit. Die Verantwortliche für das Projekt war Frau Franks, in der Feuerwehr waren es Lucas und Patrick. Die drei standen ständig miteinander im Austausch.
Die Unterstützung von Frau Franks war sehr groß. Sie war sehr stolz auf unsere Leistungen in der Jugendfeuerwehr. Bei unseren vielen Aktionstagen (Wäldchestag, Großübungen, etc.) kam sie immer gerne vorbei uns sah sich alles ganz genau an. Wenn wir ihre Hilfe benötigten (wie zum Beispiel eine Schulbefreiung, weil eine Aktion mit der Jugendfeuerwehr und der Schulunterricht sich überschnitten hatten), stand sie uns immer beiseite und half uns wo es nur ging.

Patrick ist immer für uns da, das war er auch von Anfang an – genauso wie Lukas. Man kann mit allen Angelegenheiten zu Patrick gehen, auch wenn diese mal nichts mit der Feuerwehr zu tun hat. Patrick kann ein lockerer Mensch sein, man kann mit ihm Spaß haben, aber trotz all dem bewahrt er seine Autorität uns gegenüber. Sobald es nötig ist, kann er in verschiedenen Situationen durchgreifen und streng sein, was auch dazugehört, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass eine Gruppe von Jugendlichen sehr anstrengend sein kann. Das haben Patrick und Lucas aber schon immer gut gemeistert, die beiden können sehr gut mit uns umgehen.
Sobald Probleme unter uns entstanden, waren Patrick und Lucas stets bemüht, diese Streitigkeiten zu schlichten. Selbst die kleinsten Kleinigkeiten wurden mit ihrer Hilfe aus dem Weg geschafft. Das förderte unser Gruppendenken ungemein.

Wir waren alle in diesem Schuljahr gut zusammengewachsen und hatten einen starken Zusammenhalt. Diesen Zusammenhalt hat man auch in der Schule deutlich gemerkt, indem wir uns dort auch gegenseitig unterstützt haben. Im nächsten Jahr kamen neue Schüler dazu und diese haben sich sehr schnell in unsere Gruppe integriert. Man hat gemerkt, dass wir keine kleinen Gruppen hatten, sondern eine große Gruppe waren, die alles gemeinsam gemacht hat.
Dieses Projekt zeigte uns allen, was die Jugendfeuerwehr alles bringen kann. Es kann viele unterschiedliche Menschen zu einer Gruppe zusammenbringen, sodass man sich untereinander unterstützt und gemeinsam an einen Strang zieht. Ein guter Zusammenhalt kann einem so viel Kraft spenden, wenn man etwas alleine nicht schafft. Genau das wird in der Jugendfeuerwehr gelernt: Zusammenhalt. Gelernt haben wir das ganz besonders bei den vielen gemeinsamen Übungen, die IMG_3757wir in unserer Zeit bei der Jugendfeuerwehr gemeinsam gemeistert haben. Durch die gemeinsamen Übungen muss man lernen, aufeinander zu vertrauen und aufeinander zu achten. Unsere Betreuer fuhren mit uns auf Freizeiten, veranstalteten Spieleabende und planten gemeinsame Unternehmungen – das hat uns zu einer starken Gruppe gemacht.

Für unsere Präsentationsprüfung, die wir im Zuge der Hauptschulprüfung ablegen mussten, entschieden wir uns für das Thema „Brennen und Löschen“. Lucas und Patrick (unsere Betreuer) unterstützten uns dabei sehr. Die beiden haben sich mit uns mehrfach getroffen und sind alles durchgegangen, sodass wir dank ihnen klasse vorbereitet waren. An unserem großen Tag kamen Lucas und Patrick dann mit kompletter Ausrüstung und Zusatzmaterial in die Schule und waren bei unserer Präsentation dabei.

Es gab viele Highlights für mich während meiner bisherigen Zeit bei der Jugendfeuerwehr.
Eines der Highlights war Saarbrücken. In Saarbrücken besuchten wir eine andere Freiwillige Feuerwehr, die ihr Jubiläum feierte. Dort schliefen wir gemeinsam in der Feuerwache und verbrachten ein schönes Wochenende miteinander.
Dann gab es da noch die mehrtägige Freizeit an der Edertalsperre. Dort haben wir gezeltet und haben viele Aktivitäten gemacht, unter anderem eine Stadtbesichtigung, Tretbootfahrten, Wanderungen und ein Besuch der Sommerrodelbahn.
Unsere 24-Stunden-Übungen gehören seit zwei Jahren fest zu unserem Programm und sind für unsere Gruppe Highlights. Während dieser Stunden befinden wir uns in der Feuerwache, werden alle paar Stunden alarmiert und durchspielen dann verschiedene Klein-/ und Großübungen.

Die Leistungsspanne haben wir schon zwei Mal durchlaufen. In der Leistungsspanne müssen viele Jugendfeuerwehrgruppen verschiedene Disziplinen erfüllen. Auf diese Disziplinen (wie Kugelstoßen, Staffellauf, etc.) wurden wir sehr gut und lange vorbereitet. Zu den Vorbereitungen zählten viele Trainingseinheiten, die wir mit Jugendfeuerwehrmitgliedern von anderen Orten absolviert haben – gemeinsam sind wir auch zur Leistungsspanne angetreten, um unser Abzeichen zu erhalten.

Ich war zwei Jahre lang Jugendgruppensprecherin in der Jugendfeuerwehr. Deshalb hatte ich die Chance, an den Jufos teilzunehmen, die zweimal im Jahr stattfanden. In den Jufos (Jugendforum der Jugendfeuerwehr in Frankfurt am Main) treffen sich alle Jugendgruppensprecher und deren Vertreter, um gemeinsam an neuen Projekten zu arbeiten.

In der Feuerwehr hatte ich die Möglichkeit, mich und meine persönlichen Stärken besser kennen zu lernen. Das bringt mir heute sehr viel, da ich mich selbst nun besser kenne.

Was ich an der Jugendfeuerwehr ändern würde, wäre die Art und Weise, wie unser Wissen abgefragt wird. Es wäre schön, wenn die Leistungsnachweise anders gestaltet werden würden. Zum Beispiel in Form von Präsentationen oder vorabangekündigten Klausuren, auf die man sich auch außerhalb des Unterrichtes vorbereiten kann. Dies erscheint mir als sehr effektiv, da man so einen Zeitraum schafft, an dem man sich das Wissen aneignen kann, sodass man es sich noch besser einprägen kann. Das Präsentieren eines Themas zeigt vor allem, dass man das Thema verstanden und verinnerlicht hat.

Das Projekt „Feuerwehr als Schulunterricht“ ist in meinen Augen sehr empfehlenswert. Wenn es ginge, würde ich mir sehr wünschen, dass mehrere Schulen solche Angebote anbieten würden. Gerade weil die Jugendfeuerwehren immer auf der Suche nach „Nachwuchs“ sind. Und wer weiß, vielleicht findet man auf diese Art und Weise Jugendliche, die sich wirklich dafür interessieren, von sich selbst aus aber niemals diesen Schritt gehen würden.
Dieses Projekt, das bei uns gestartet wurde und was mittlerweile ein fester Bestandteil des Schulunterrichts ist, stellt einfach den Beweis dar, dass es möglich ist. Es ist möglich, eine Kooperation zwischen Schule und Feuerwehr herzustellen, um auch den Zuwachs an Nachkömmlingen in der Feuerwehr zu sichern.

Mittlerweile ist schon einer unserer Mitschüler von der Georg-August-Zinn-Schule in die Einsatzabteilung übergangen. Er nahm zwar nicht am Unterricht teil, jedoch hörte er viel über die Feuerwehr durch unsere Erzählungen und bekam von unserer Begeisterung viel mit und hat sich daraufhin bei der Feuerwehr angemeldet.

Wenn die Jugendfeuerwehr hoch hinaus will

Am 17.02.2016 lernten die Jugendlichen in der Theorie, welche tragbaren Leitern die Feuerwehr nutzt, wie man sie im Einsatz vornimmt und wie man diese besteigt.

Eine Woche später, am 24.02.2016 trafen sich die Jugendfeuerwehrmitglieder bei kühlen Temperaturen im Gerätehaus. Der Dienst war etwas Besonderes, denn normalerweise finden in den Monaten November bis April nur Theoriedienste statt. So stand trotz der kühlen Temperaturen ein praktischer Dienst auf dem eigenem Gelände neben der Feuerwehr an.

Die 13 teilnehmenden Jugendfeuerwehrmitglieder und zwei Mitglieder der Einsatzabteilung wurden in zwei Gruppen unterteilt, die sich je eine Leiter genauer anschauen durften: Es wurde mit der 4-teiligen Steckleiter und der 3-teiligen Schiebleiter geübt.

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Nachdem die erste Gruppe sich am Fahrzeug aufstellte, musste man dem Maschinisten den richtigen Befehl geben. Dieser half dann bei der Entnahme der Steckleiter vom Fahrzeug. Die Jugendlichen merkten sofort, dass es gar nicht so einfach ist, die Leiter vom Fahrzeug zu entnehmen. Doch viel schwieriger gestalte sich anfangs die Befehlsgabe, damit alle Kameraden an der Leiter wussten, wie und zu welchem Objekt die Leiter getragen werden sollte.

Huch – die ist ja schwer!

Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit der Schiebleiter und musste sofort zu Anfang merken, dass diese Leiter echt schwer war. Die Schiebleiter wiegt etwa 80 Kilogramm – genau so viel wie ein erwachsener Mann.

 

 

Aufstellen der Leiter

Beide Gruppen schafften es schließlich die Leiter aufzustellen und realisierten, welchen Kraftaufwand jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau beim Aufstellen der Leitern auf sich nimmt.

Am Ende durfte jede Gruppe die Leitern aufstellen und zurückbauen. Leider dürfen sie aus sicherheitstechnischen Aspekten die Leitern nicht besteigen. Trotzdem hat es den Jugendlichen sehr viel Spaß gemacht.

Berufsfeuerwehrtag 2015

Am vergangenen Wochenende Freitag 08.05 auf Samstag 09.05.2015, jeweils von 18:00 bis 18:00 Uhr veranstaltete die Jugendfeuerwehr Ihren Berufsfeuerwehrtag. Es begann mit der Begrüßung des Wehrführers Fritz Diederich, des Jugendfeuerwehrwartes Patrick Cieszynski und des stellv. Jugendfeuerwehrwartes Lucas Sattler. Nach der Begrüßung wurden die Jugendlichen auf die Löschgruppenfahrzeuge LF 20 und LF 10  aufgeteilt. Noch während der Besetzung der Fahrzeuge kam auch schon der erste Einsatz. Gemeldet wurde Kraftstoffaustritt in der Fritz-Klatte-Straße und es rückten beide Fahrzeuge aus. Noch auf der Anfahrt zum Einsatzort wurde von der Leitstelle mitgeteilt, dass es sich um eine Straße in Kelsterbach handeln würde.

Zurück auf der Wache, zündelte die Besatzung des LF 20 selbst, allerdings nur am Grill für das Abendessen des gesamten Wachpersonals. Nach einer Stärkung des Personals und der Reinigung von Grill und Geschirr hatte das Wachpersonal Zeit zu entspannen bevor der Ausbildungsdienst los ging. Unterrichtet wurde das Durchsuchen von Räumen, erst theoretisch, im Anschluss daran praktisch in der Fahrzeughalle, in der ein Parcours aufgebaut wurde.

Der nächste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Um 22:26 Uhr alarmierte es für die Besatzung des LF 10. Gemeldet wurden mehrere brennende Mülltonnen am Griesheimer Bunker. Schnell sprangen die Einsatzkräfte in Ihre  Uniformen, setzten sich fix aufs Fahrzeug und rückten eilig zum gemeldeten Einsatzort aus. Durch die gute Ausbildung noch vor dem Berufsfeuerwehrtag konnten die Mülltonnen schnell gelöscht werden dabei sitze jeder Handgriff. Nachdem alles wieder eingerollt und das Fahrzeug beladen wurde ging es zurück auf die Wache.

Schon um 23:58 Uhr alarmierte es für den Löschzug Griesheim (LF 20 und LF 10) zum Rebstock Park. Gemeldet wurde eine vermisste Person, die anscheinend alkoholisiert war. Die Einsatzkräfte wussten: jetzt ist höchste Eile geboten. Am Rebstock Park eingetroffen  begann die Suche von der Schmidtstraße aus in Richtung Weiher – ohne Erfolg. Nach weiterer Absprache mit der Leitstelle wurde die Suche am Uferbereich des Weihers ausgeweitet – leider auch ohne Ergebnis. Deshalb wurde die Suche in Richtung Am Römerhof/Max Preuss Straße verlegt. Nach circa 1,5 Stunden fanden die Einsatzkräfte die vermisste Person im Gebüsch eines Waldstücks Nähe Max Preuss Straße und konnten sie einem Rettungswagen übergeben. Somit war auch der erste große Einsatz erfolgreich beendet.

Zurück im Gerätehaus wurden die Fahrzeuge ausgekehrt, bevor die Einsatzkräfte sich ausruhen konnten. Doch die Ruhe hielt nicht lange an, denn um 02:28 Uhr alarmierte es für die Besatzung des LF 20. Gemeldet wurde eine Person in Notlage, welche in einem Keller eingeschlossen war. Gewaltsam wurde die Tür zum Keller geöffnet, die Person aus dem Keller gebracht und erstversorgt.
Nach diesem Übungseinsatz musste es ganz schnell gehen, da die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Griesheim zu einem Realeinsatz alarmiert wurde. Doch dies war für die jungen Einsatzkräfte auch kein Problem, sodass die Einsatzabteilung schon nach 6 Minuten am Einsatzort war. Auch während des Realeinsatzes wurden die Jugendlichen betreut.

Als der Realeinsatz beendet war, konnten sich die Einsatzkräfte das erste Mal während der 24-Stunden Schicht längere Zeit ausruhen. Gegen 08:00 Uhr bereitete die Besatzung des LF 10 das Frühstück vor. Doch wie es nun mal so ist wartet kein Einsatz bis die Einsatzkräfte fertig gegessen haben. So war es dann auch, um 08:39 Uhr wurde die Besatzung des LF 10 zu einem Verkehrsunfall in den Einbaumweg gerufen. Dieser entpuppte sich allerdings als Fehlalarm.

Um 08:43 Uhr wurde die Besatzung des LF 20 zu einer Rauchentwicklung aus einem Wohngebäude gerufen, doch auch dies war ein böswilliger Alarm.

Zurück auf der Wache kehrte schnell wieder Ruhe ein, die nicht lange anhielt, denn schon  um 09:50 Uhr wurde die Besatzung des LF 20 zu einem Verkehrsunfall in die Fritz-Klatte-Straße gerufen. Am Einsatzort eingetroffen, mussten verschiedene Probleme gleichzeitig gelöst werden. Zum einen musste eine Person aus ihrem Fahrzeug befreit, sowie eine andere unter dem Fahrzeug hervorgeholt werden befreit, zum anderen musste eine brennende Mülltonne, die sich durch den auslaufenden Kraftstoff entzündet hatte, gelöscht werden.

Die Besatzung des LF 10 wurde um 10:34 Uhr zu einem Feuer in der Georg-August-Zinn- Schule mit ‚Menschenleben in Gefahr‘ alarmiert. Noch auf der Rückfahrt wurde das LF 20 dazu alarmiert. Als das erste Fahrzeug eintraf stellte der Einheitsführer fest, dass es nicht nur in der Schule brennt, sondern auch Mülltonnen im  Außenbereich brennt. Das war im ersten Moment allerdings nebensächlich, da Menschenleben vor Materialschäden gehen. Ein Trupp ging in das erste Obergeschoss vor, um dort nach Personen zu suchen. Währenddessen traf auch das zweite Fahrzeug ein. Dies kümmerte sich sofort um die Mülltonnen. Dann gingen die Rettungskräfte auch in das Gebäude vor, um eine Brandbekämpfung durchzuführen. Die vermisste Person konnte rechtzeitig gerettet werden. Zum Schluss wurden über das Treppenhaus Belüftungsmaßnahmen durchgeführt, um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken. Abschließend wurde der Brandort nochmals gründlich auf Verletzte überprüft.

Gegen 13:00 Uhr war dann endlich Zeit für das Mittagessen. Es schien endlich Ruhe eingekehrt zu sein, denn mehrere Stunden lang ging keine Alarmierung ein. So konnten die Besatzungen beider Fahrzeuge Karten spielen, ausruhen oder im hauseigenen Fitnessbereich trainieren.

Um 15:51 Uhr ging die letzte Alarmierung für diese 24-Stunden Schicht ein. Gemeldet wurde eine eingeklemmte Person unter einem Gerüst auf einer Baustelle. Das LF 10 rückte aus. Schon auf der Anfahrt konnte man mehrere Rauchschwaden am Einsatzort sehen. Aus diesem Grunde wurde das LF 20 nachalarmiert. Durch einen Brandstifter wurden mehrere Holzstapel angezündet. Diese Brandherde konnten jedoch schnell durch die Einsatzkräfte gelöscht werden. Die verletzte Person wurde befreit und im Anschluss an einen Rettungswagen übergeben.

Zurück auf der Wache wurde das Feuerwehrhaus komplett gereinigt und die Fahrzeuge wieder für den Ernstfall vorbereitet.
Den Jugendlichen hat der Berufsfeuerwehrtag sehr viel Spaß gemacht und sie haben ihre Aufgaben sehr gut gemeistert.

Unser Dank gilt all denen, die uns bei der Vorbereitung unterstützt haben. Insbesondere an die FF-Ginnheim für die Leihgabe des LF 8, der FF-Nied für die Nebelmaschine, der BLW-3 und der BW-30 für die Dummys sowie Florian Vogt für die Programmierung der Alarmierungssoftware!

Geschrieben von Patrick Cieszynski

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